Anti-Kohle-Kette in Garzweiler

Für den Kohleausstieg und den Klimaschutz demonstrierten am vergangenen Samstag 6000 Menschen am Rande der Abbaukante des nordrhein-westfälischen Braunkohle-Tagebaus Garzweiler. Klar, dass wir auf einer der größten Demos gegen die Kohleverstromung nicht fehlen durften. Auf nach Garzweiler hieß es also für einen Teil unseres Kampagnen-Temas. Mit einer kleinen Gruppe von Aktivisten aus Tuttlingen machten wir uns in den frühen Morgenstunden des Samstags auf den Weg um ein Zeichen zu setzten. Ein Zeichen für den Klimaschutz und die Energiewende.

Mit einer 7,5 km langen „Anti-Kohle-Kette“ von Immerath nach Keyenberg bis zum Tagebau bildeten die Aktivisten eine symbolische Mauer gegen die Braunkohlebagger. „Bis hier her und nicht weiter“ ist die Botschaft. Aus ganz Deutschland sind die Demonstranten angereist. Sie tragen Plakate mit Aufschriften wie „Herr Gabriel, Kohlekraft abschalten“, „Braunkohle zerstört“ oder „Energie sparen statt Land zerbaggern“ um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Banner mit der Botschaft „Zukunft statt Braunkohle“ und „Energiewende retten“ sind über den Platz für die Abschlusskundgebung gespannt. Zwei Stunden dauerte es bis die Menschenkette komplett geschlossen war, um ein Zeichen zu setzen für ein Ende von Kohlebagger und Klimakiller.
Im Anschluss versammelten sich die Aktivisten im fast schon vollständig umgesiedelten Immerath zur Kundgebung. Denn die Kohlebagger stehen schon in den Startlöchern. Immerath wird als nächstes Dorf ihren Schaufeln zum Opfer fallen. Die zahlreichen Demonstranten erfüllten das Geisterdorf für einen Nachmittag wieder mit Leben. Nur noch wenige Bewohner halten Widerstand gegen die Umsiedlungsmaßnahmen. Zwischen verlassenen Häusern, bröckelnde Fassaden und heruntergelassenen Fensterläden hängt in einer Scheibe ein Schild. Seine Aufschrift: Dieses Haus ist noch bewohnt.
„Das was hier passiert, ist ein Verbrechen an dem Klima unseres Planeten und an zukünftigen Generationen“, schallte der Ausruf von Campactmitbegründer Christoph Bautz über den Platz der Kundgebung. „Nur wenn die alten Kohlekraftwerke sofort geschlossen werden, können die Klimaschutzziele der Regierung eingehalten werden“, verkündete Dirk Jansen vom BUND in Nordrhein-Westfahlen. Braun- und Steinkohlegewinnung zerstörte in Deutschland bislang ca. 100 Quadratkilometer Landschaft und führte zur Umsiedlung von rund 300.000 Menschen. Aufgerufen zu der Demo hatten unter anderem Greenpeace, der BUND, Campact, der Nabu und einige Bürgerinitiativen.

  


 

Ein Film mit nachhaltiger Wirkung

DIE MEDIENKAMPAGNE DER 4. REVOLUTION

 

„Ein gesellschaftliches Projekt kann durchgesetzt werden, wenn es nur von fünf Prozent passionierter Menschen zielstrebig und ausdauernd verfolgt wird.“ (Hermann Scheer)

Menschen bewegen, zu inspirieren und zu nachhaltigem Handeln anzuregen ist ein Grundmotiv der fechnerMEDIA Filme.  Ideen, Vordenker und zukunftsfähige Konzepte für ein soziales und ökologisches Miteinander berühren uns. Und nicht nur uns. Wer die Botschaften dieser Visionäre in die Welt hinausträgt, zeigt, wie wir ganz konkret etwas verändern können.

Es braucht Mut, um die Zustände zu verändern. Mit Carl-A. Fechners erstem Kinofilm DIE 4. REVOLUTION – ENERGY AUTONOMY konnten wir diesen Mut wecken. Indem wir gezeigt haben: Ein energiepolitischer Wechsel ist nötig. Und jeder von uns kann aktiv werden! Der Erfolg des Films kann sich sehen lassen: DIE 4. REVOLUTION – Energy Autonomy ist mit gut 130.0000 Zuschauern in Deutschland zum meist gesehenen Kino-Dokumentarfilm des Jahres 2010 geworden.

Das haben wir unseren zahlreichen Unterstützern zu verdanken: Den vielen Menschen in ganz Deutschland, die ihre eigenen, lokalen und einzigartigen Events rund um den Kinostart angestoßen haben. An runden Tischen haben sie die verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen versammelt, das Potential des Miteinanders eingebracht und so auf die wichtige Botschaft des Films aufmerksam gemacht. Regional, mit persönlichem Engagement und viel Herzblut. Von der Diskussionsrunde über die Pflanzaktion bis zum Revolutions-Ballett – die Ideen der Menschen sind grenzenlos. Eines hatten jedoch alle Vorstellungen gemeinsam, am Ende des Films stand stets die Frage, wie man sich in der eigenen Region für die Energiewende einsetzen und was jeder in seinem persönlichen Handeln verändern kann. Für diese und weitere Fragen war viel Raum im Anschluss an die Kinovorstellung. Und das Interesse war groß. Die Energy-Autonomy-Community wuchs, die Botschaft erreichte Hunderttausende.

 

Die Medienkampagne der 4. REVOLUTION

Diese dezentrale Kraft der Vernetzung wollen wir nun auch für unseren neuen Kino-Dokumentarfilm CHANGE – DIE REVOLUTION GEHT WEITER nutzen. Gemeinsam mit anderen engagierten Mitstreitern wollen wir den Film möglichst breit in die lokalen Kinos bringen und den Zuschauersaal zum Raum für politisches Handeln machen. Die Faszination der Kinoleinwand in Verbindung mit dem Gruppenerlebnis Kino macht Dokumentarfilme zu einem überzeugenden Instrument. Lassen Sie uns die Energie, die der Film ausstrahlt, gemeinsam bündeln und mit Kreativität und der Magie des Kinos auch Menschen erreichen, die sich vielleicht bisher noch gar nicht mit dem Thema Energiewende auseinander gesetzt haben. Lassen Sie uns zeigen, was passionierte Menschen durchsetzen können!