Der Abriss eines Atomkraftwerks – Ein Traum wird wahr

Krachend fressen sich die Abrissbagger in Tonnen von Stahl und Beton.
Wo einst ein Atomkraftwerk stand, türmen sich nun Berge von Bauschrott. Schrott, der zu 10% verstrahlt ist. 60.000 Tonnen unverstrahltes Material bleiben übrig – und die Frage, wie man dieses nachhaltig nutzen kann. Für die Erzeugung von erneuerbaren Energien!
Denn eine neue Technologie schafft es nun, die entstandenen Tonnen AKW-Schrott für die Speicherung von Energie zu nutzen. Warum dies notwendig ist, kann man sich leicht vorstellen.
Die Produktion regenerativer Energien richtet sich nicht automatisch nach dem aktuellen Verbrauch, sondern nach dem Vorhandensein von Windkraft oder Sonne. Wenn ein kräftiger Wind weht oder die Sonne an einem langen Sommertag viel Energie liefert, kann dies mehr Energie sein, als aktuell verbraucht wird. Dies bedeutet, dass wir eine flexible, der jeweiligen Verbrauchssituation angepasste Möglichkeit benötigen, Strom zu speichern. Die Entwicklung neuer Speicherkonzepte stellt einen Meilenstein der Energiewende dar – bislang ist die Speicherung der überschüssigen Energie beispielsweise in Pumpspeicherkraftwerken möglich. Wie nun ein aus jedem abgerissen Atomkraftwerk ein innovatives Speicher-Kraftwerk mit der gleichen Leistung entstehen kann, wird man in POWER TO CHANGE miterleben können. Wir freuen uns darauf!

Unterwegs in der Heidelberger Bahnstadt

Ein kleiner Helfer am Set, Leben und Wohnen in Gemeinschaft und die größte
Passivhaussiedlung der Welt

Gleich am ersten Drehtag in der Bahnstadt haben wir André und seine Eltern kennen gelernt und konnten ihren Einzug dokumentieren. Der 7-jährige André beobachtete gespannt mit anfangs scheuem, später aber sehr interessiertem Blick die Arbeit unseres Teams. Um keine Frage verlegen, ließ er sich von unserem Kameramann erklären, wie alles funktioniert, und lauschte bei unserem Tonmann.

Umgekehrt erkundeten wir die Bahnstadt: 10000 Menschen werden hier künftig wohnen, 7000 arbeiten. Und das alles in Passivhäusern. Ein Beispiel fortschrittlicher Stadtplanung, denn im Vergleich zu herkömmlich gebauten Häusern fallen hier nur 10 bis 15 Prozent an Energiebedarf fürs Heizen an. Auch das bauliche Konzept der Bahnstadt ist beispielhaft für modernes Leben. Grüne Innenhöfe verbinden die Häuser und schaffen gemeinsame Freizeitflächen. Kinder toben auf Fahrrädern, Skateboards und Tretrollern über Wege und Plätze, denn Autos gibt es kaum in der Bahnstadt. Gemeinschaftsgefühl statt Großstadtanonymität.

Ein Fahrzeug der besonderen Art durfte André Probe fahren: unseren Kameradolly! Seine Eltern zeigten uns ihr neues Zuhause, wo sie zentrumsnah, energiesparend und „grün“ leben werden. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir tolle Impressionen einfangen. „Cut“ hallte schließlich der Ruf der Regieassistentin. Die Szene ist im Kasten – super gemacht, André!

Dreh in der Heidelberger Bahnstadt